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Grußwort des Ministers der Justiz des Landes NRW zur JurStart 2022


Grußwort  von  Herrn  Minister  der  Justiz  Peter  Biesenbach zur
22. Informations- und Bewerbungsmesse „JurStart“ an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster am 9. Juni 2022

 

Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, Bildquelle: Land NRW

Bildquelle: Land NRW

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

traditionell übernehme ich mit Überzeugung die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung. Dieses Jahr freut es mich besonders, dass diese Bewerbermesse nach drei Jahren wieder vor Ort stattfindet. Auch wenn wir es in der Pandemiezeit gelernt haben, digital Veranstaltungen durchzuführen, ging dabei gerade das wichtige Element des persönlichen Austausches verloren. Sie haben jetzt die Möglichkeit, bis zu zehn individuelle Bewerbungsgespräche vor Ort zu führen. Viele potentielle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber stellen sich vor. In diesem Jahr werden auch wieder acht Landesbehörden vor Ort sein, um das Land Nordrhein-Westfalen als Arbeitgeber zu präsentieren.

In Ihre Zukunft in einem juristischen Beruf können Sie mit Vorfreude und Erwartung blicken. Gute Gründe, einen klassischen juristischen Beruf zu ergreifen, gibt es viele. Dies festzustellen fällt mir aufgrund meiner Erfahrungen als Rechtsanwalt und als Minister der Justiz unseres Landes leicht. In der zuletzt genannten Funktion ist es mir aber auch wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese Veranstaltung Gelegenheit bietet, mit Vertreterinnen und Vertretern der Justiz in einen persönlichen Austausch zu treten. Mit ca. 43.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört die Justiz zu den größten Arbeitgebern des Landes. Sowohl die Abgänge aus Alters- und sonstigen Gründen als auch die Schaffung von mehr als 3200 neuen zusätzlichen Stellen in dieser Legislaturperiode führen zu einem kontinuierlich hohen Einstellungsbedarf in nahezu allen Berufsgruppen.

Bereits im dritten Jahr betreibt das Ministerium, unterstützt vom großen Geschäftsbereich, intensive Arbeitgeberwerbung, u.a. in den sozialen Medien. Besonders gern suchen wir das persönliche Gespräch mit Interessierten.
 
Wir werben nicht nur, wir arbeiten auch an uns als Ausbilder und als zukünftiger Arbeitgeber.

So bieten wir geeigneten und interessierten Rechtsreferendarinnen und -referendaren auch außerhalb ihrer jeweiligen Ausbildungsstation einen vertiefenden Einblick als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Insbesondere am Oberverwaltungsgericht Münster und in der Ordentlichen Gerichtsbarkeit gibt es bereits praktizierte Modelle. Auch die bei der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) angesiedelte Task Force zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch und der Verbreitung von Kinderpornographie in digitalen Medien gibt Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendaren bei der Verfolgung von Straftaten aus dem Deliktsbereich des sogenannten Cybergroomings die Möglichkeit zur Mitarbeit. Mit diesem Projekt wollen wir das Interesse von Rechtsreferendarinnen und -referendaren an der richterlichen bzw. staatsanwaltlichen  Tätigkeit stärken. Scheuen Sie nicht den Vergleich der verschiedenen potentiellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Diese Veranstaltung bietet hierzu einen nahezu perfekten Rahmen.

Den Organisatoren, Ausstellern und vor allem den jungen Nachwuchskräften wünsche ich einen guten Verlauf der diesjährigen Informations- und Bewerbungsmesse. Ich bin mir sicher, dass in Münster Weichen für die berufliche Zukunft gestellt werden können.

Schließlich möchte ich den vielen engagierten Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Organisation und der Ausrichtung der Veranstaltung herzlich danken.


Peter Biesenbach MdL
Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen

März 2022